Diese Weiterbildung ist als praxisorientierter Aufbau konzipiert, insbesondere für Fachkräfte mit Vorerfahrungen im Kinderschutz (z. B. Kinderschutzfachkraft, insoweit erfahrene Fachkraft), gleichzeitig aber offen für alle Berufsgruppen, die mit Kindern, Jugendlichen oder schutzbedürftigen Menschen arbeiten.
Im Zentrum steht die Entwicklung von fachlicher Sicherheit im Umgang mit sexualisierter Gewalt: erkennen, einordnen und danach vor allem wirksam handeln. Und zwar mit den Menschen innerhalb des Systems.
Die Weiterbildung verbindet fundiertes Fachwissen mit konkreten Handlungsstrategien für den Alltag.
Viele Fachkräfte sind heute gut darin geschult, sexualisierte Gewalt zu erkennen und erste Schutzmaßnahmen einzuleiten. Doch genau an diesem Punkt entstehen in der Praxis oft Unsicherheiten: Was passiert danach? Welche Schritte sind fachlich sinnvoll, welche können sogar schaden? Und wie kann nachhaltige Unterstützung gelingen – für Betroffene ebenso wie im Umgang mit grenzverletzendem Verhalten?
Diese Weiterbildung setzt genau hier an. Sie vertieft den Blick über das reine Erkennen hinaus und eröffnet ein differenziertes Verständnis für die Lebensrealitäten aller Beteiligten. Teilnehmende erhalten Einblicke in die Dynamiken von Betroffenen ebenso wie in die Hintergründe und Entwicklungsverläufe von Tatpersonen – ohne zu vereinfachen oder zu stigmatisieren.
Im Fokus stehen konkrete, praxisnahe Interventionsmöglichkeiten entlang eines breiten Spektrums: von grenzverletzendem Verhalten unter Kindern über sexuell übergriffige Jugendliche bis hin zu erwachsenen Tatpersonen. Gleichzeitig wird die Unterstützung von Betroffenen in akuten Krisen sowie in der längerfristigen Stabilisierung und Verarbeitung in den Blick genommen.
Ziel ist eine fachlich fundierte Haltung, die beide Perspektiven zusammendenkt, ohne den Schutzauftrag aus dem Blick zu verlieren:
Menschen sollen darin unterstützt werden, ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen – ohne Gewalt, ohne Grenzverletzungen und ohne die Notwendigkeit, übergriffig zu handeln.
Die Weiterbildung verbindet sexualpädagogische Ansätze mit emotionsfokussierten, traumapädagogischen und bindungsorientierten Perspektiven. So entsteht ein integratives Handlungskonzept, das Fachkräften ermöglicht, differenziert, klar und wirksam zu intervenieren.
Die Referentinnen Tim Berkels und Franziska Kollmar, Autorinnen des Buches Triggerwarnung – Dieses Buch handelt von sexualisierter Gewalt, geben dabei praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit und verbinden fachliche Tiefe mit konkreter Umsetzbarkeit im Alltag.
Methoden
Fachlicher Input,
Fallarbeit & Praxisbeispiele,
Kleingruppenarbeit,
Übungen & Gesprächsübungen,
Transfer in den eigenen Arbeitskontext
Teilnehmende:
Tagesablauf:
Tagesablauf:
Tagesablauf:
Am Ende jedes Fortbildungstages werden praxisnahe Methoden zur Selbstfürsorge und emotionalen Stabilisierung vermittelt und eingeübt. Dazu gehören:
Ziel ist es, die eigene Handlungsfähigkeit auch in belastenden Situationen aufrechtzuerhalten.
Preis: 1.390 €
inkl. Handout, Kaffee, Tee, Snacks & gesundem Angebot
Förderfähig:
Kommst du aus NRW kannst du mit einem Bildungscheck 2.0 50% der Kosten bzw. max. 500 € zurückerstattet bekommen.
Haltern am See (NRW)
Adresse: Praxis Kon*Sens,
Muttergottesstiege 1,
45721 Haltern am See
– gut erreichbar mit Bus und Bahn
– Parkmöglichkeiten vorhanden (Achtung: teils kostenpflichtig)
Teilnehmende können:
Nach Abschluss erhältst du eine Teilnahmbescheinung über die Inhalte und Dauer der Fortbildung.
Fachkraft für Kriminalprävention, Trainer für Intervention und Rückfallprävention sexuell grenzverletzender Menschen, Sexualberater, Autor
Sozialpädagogin, Sexual- und Paarberaterin, psychosoziale Prozessbegleiterin, Autorin