Themen

Mich interessiert, wie Menschen sich entwickeln – vom Kind bis ins Erwachsenenalter. Besonders beschäftigen mich dabei Themen, die oft als schwierig, unangenehm oder problematisch erlebt werden. Genau dort entstehen häufig Unsicherheit, Sprachlosigkeit und viele offene Fragen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Sexualität, kindliche sexuelle Entwicklung, Körperwissen, Grenzen und Beziehung. Dazu gehört auch die Frage, welches sexuelle Verhalten altersgerecht und unbedenklich ist – und wann Verhalten auffällig, grenzverletzend oder dissozial wird.

Ebenso wichtig sind für mich Kinderschutz, Kinderrechte, Bedürfnisorientierung und echte Beteiligung. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die Verhalten nicht vorschnell bewerten, sondern verstehen lernen: Welche Bedürfnisse, Gefühle oder Erfahrungen stehen dahinter? Was braucht ein Kind, um sich sicher, gesehen und ernst genommen zu fühlen?

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf starken Gefühlen wie Wut, Angst, Traurigkeit und Scham. Diese Gefühle sind nicht „falsch“, sondern wichtige Signale. Entscheidend ist, sie gesund zu begleiten, einzuordnen und Wege zu finden, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Emotionen regulieren können.


Meine Themen verbinden Aufklärung, Schutz, Entwicklung und Beziehung. Ziel ist es, Verhalten besser zu verstehen, Grenzen klarer zu erkennen und Menschen darin zu stärken, verantwortungsvoll, selbstbestimmt und respektvoll mit sich und anderen umzugehen.

Kindliche Sexualität

Hand in der Hose, Doktorspiele und neugierige Blicke, wenn Sie unter der Dusche stehen. Das und vieles mehr sind psychosexuelle Entwicklungsschritte ihres Kindergartenkindes, die zur Identitätsentwicklung dazu gehören. Kinder sind von Anfang an sexuelle Wesen und haben eine natürliche Neugier und Lust ihren Körper und den von anderen zu erkunden und zu entdecken.


Sauberkeitsentwicklung

Vom Wickeln bis zum ersten Toilettengang. Alles das gehört zur Sexualitätsentwicklung. Wussten Sie das? Was ich bereits beim Wickeln beachten kann, damit der Toilettengang später gelingt und was dies für den Schutz von sexuellen Grenzverletzungen bedeutet, bringe ich Eltern und/oder Fachkräften näher. Außerdem besprechen wir, wie der Gang zur Toilette ohne “Training” und “Druck” unterstützt werden kann und warum es Sie als Vorbild braucht.

Pubertät

Erste Verliebtheit, Körperveränderungen, Scham, Lust, Selbstbefriedigung, Pornos, Fragen zur eigenen Identität und der Wunsch nach mehr Privatsphäre. Das und vieles mehr gehört zu den sexuellen Pubertätsthemen von Jugendlichen. In dieser Lebensphase verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Erleben von Nähe, Grenzen, Beziehung und Sexualität. Jugendliche brauchen dabei verständliche Informationen, Orientierung und Erwachsene, die offen, ruhig und ohne Beschämung ansprechbar bleiben.

Sexuelle Grenzen

Kinder und Jugendliche befinden sich in einer sensiblen Phase, in der sie zwischen ihrer natürlichen sexuellen Neugierde und unbewussten sexuellen Grenzverletzungen hin und her pendeln. Ob in der Kita oder Schule, Fachkräfte und Eltern sind gleichermaßen besorgt: Wo liegt die Grenze zwischen Gewalt und normaler Entwicklung? Meine Aufgabe ist es Licht ins Dunkle zu bringen und Sie dabei zu unterstützen, den Schutz von Kindern zu stärken. Neben fundierten Daten und Statistiken zum Thema sexualisierte Gewalt biete ich Ihnen konkrete praktische Tipps und Handreichungen. Erfahren Sie, wie Sie sexuelle Grenzen erkennen und präventiv damit umgehen können. In meinem Vortrag erhalten Sie wertvolle Einblicke und Werkzeuge, um die sexuelle Entwicklung Ihrer Kinder einfühlsam zu begleiten und Risiken zu minimieren.

Emotionsregulation

Wutanfälle, Tränen, Rückzug, Angst oder scheinbar „grundlose“ Ausraster gehören zur kindlichen Entwicklung. Doch was brauchen Kinder in diesen Momenten wirklich?

In meiner neuen Fortbildung für pädagogische Fachkräfte sowie im Elterninformationsabend geht es darum, wie Erwachsene Kinder dabei unterstützen können, Gefühle zu verstehen, auszuhalten und langfristig selbst zu regulieren.

Die Inhalte verbinden Erkenntnisse aus der Emotionsfokussierten Familientherapie (EFFT) und der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP®). Dabei geht es darum, warum Kinder Gefühle nicht einfach „wegmachen“ können, wie Emotionsregulation überhaupt entsteht und welche Bedeutung Co-Regulation im Alltag hat. Kinder leihen sich zunächst das Nervensystem der Erwachsenen aus: durch Ruhe, Verständnis, Orientierung und verlässliche Begleitung.

Ein besonderer Blick liegt darauf, warum hinter Wut oft Angst, Scham, Trauer oder unerfüllte Bedürfnisse stehen können. Außerdem werden der „Kein-Wunder-Satz“, hilfreiche Validierungstechniken, körperorientierte Methoden zur Emotionsregulation und praktische Übungen für Alltag, Kita, Schule und Familie vorgestellt.

Die Emotionsfokussierte Familientherapie geht davon aus, dass Eltern und Bezugspersonen die wichtigsten Helfer für die emotionale Entwicklung eines Kindes sind. Kinder lernen Emotionsregulation vor allem durch sichere Beziehungen, emotionale Begleitung und das Gefühl, mit ihren Gefühlen angenommen zu werden.

Emotionsregulation ist dabei nicht nur eine Fähigkeit des Kindes, sondern ein gemeinsamer Prozess innerhalb der Familie und im pädagogischen Alltag.

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