Sexualpädagogisches Schulprojekt über Trans*identität und sexuelle Vielfalt.

Mit Beginn der Pubertät beginnt auch verstärkt die Suche nach der eigenen Identität. Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Sexuelle Orientierungen und Identitätsfragen können im Schulalltag belastend sein. Zudem sind nicht alle Lehrkräfte mit diesen Themen vertraut.

Unwissenheit kann außerdem zu Mobbing und Ausgrenzung führen.

Den Einstieg in das Thema finden wir über die Definition von „Geschlecht“ mithilfe des Methodenteppichs DISC.

Wir erläutern, dass anhand der äußeren Geschlechtsmerkmale nach Geburt zugeordnete Geschlecht unabhängig der empfundenen Geschlechtsidentität sein kann.

Wir sprechen über sexuelle Orientierungen und Begrifflichkeiten wie Homosexualität, Bisexualität, Asexualität, Pansexualität uvm. und welche Beziehungs- und Familienformen möglich sind.

Durch die Definition von Geschlechtsidentität schlagen wir den Bogen zu Transgender. Mit Hilfe von praktischen Materialien wie Packer, Binder, STPs und Tapes bekommen die Schüler*innen einen spannenden Einblick in die Herausforderungen und Hürden, die trans*Menschen im Alltag überwinden müssen und Tricks, mit denen man sich helfen kann.

Durch Hospitation beiführenden Mediziner*innen aus der geschlechtsangleichenden Chirurgie kann ich umfangreich die Fragen von Kindern und Jugendlichen beantworten und gebe so noch einmal anatomisches Wissen zu Penis und Vulva mit.

Als ausgebildeter Sexualpädagoge besitze ich nicht nur die Fähigkeit schambefreit über Sexualität zu sprechen, sondern nutze die Ebenen der sexuellen Bildung für einen abwechslungsreichen Unterricht. Mit meinem erfahrenen Blick auf die psychosexuelle Entwicklung von Kindern gelingt es mir, ein informatives Bildungsangebot zu schaffen, ohne sie dabei zu überfordern.

Als weitere Expertise stehe ich im engen Austausch mit meinem Bruder, der sich auf dem Weg einer Geschlechtsangleichung befindet. Persönlich oder über Video erzählt er den Schüler*innen seinen Weg als trans*Mann.

Sexualisierte Gewalt an Schulen STOPPEN!

Die Mehrheit der Jugendlichen haben bereits sexuelle Grenzverletzungen in der Schule, auf dem Schulhof oder in ihrem Alltag erleben müssen. Diese Erfahrungen können für betroffene oder beteiligte Jugendliche nachhaltige Folgen haben.

Die SAFER Methode ermöglicht es spielend leicht, sexuelle Grenzen in Situationen zu erkennen, einzuordnen und unabhängig des Bauchgefühls zu bewerten.

Da die Methode auf die wichtigsten und wesentlichen Merkmale von sexuellen Grenzverletzungen heruntergebrochen ist, kann sie bereits von Schüler*innen ab der 5. Klasse erlernt und angewendet werden.

Unser Workshop ist für Schüler*innen ab der 5. Klasse deutschlandweit das erste Programm, welches praktisch und nachvollziehbar arbeitet und dafür noch nicht mal eine Theaterbühne benötigt.

Inhalt

Der SAFER Workshop umfasst 4 Unterrichtseinheiten (á 45 min.) und beinhaltet folgende Schwerpunkte:

Um persönliche- und sexuelle Grenzen zu erkennen, braucht es Wissen darüber was Sexualität bedeutet und durch welche Dinge sie begrenzt wird.

Das Sexualstrafrecht legt das Alter und den Rahmen fest, in dem Jugendliche sexuell aktiv sein dürfen. Ein grobes Wissen über seine Inhalte erleichtert es Jugendlichen sexuelle Interaktionen einzuschätzen.

Nach einem theoretischen Input lernen die Schüler*innen die SAFER-Methode kennen und erproben sie spielerisch anhand von Fallbeispielen. Die Fallbeispiele stellen Situationen aus dem Alltag von Jugendlichen. Einige sind exemplarisch im Quiz zu finden.

Nach Theorie und Praxis zu den Themen Grenzen und Grenzverletzungen soll der Workshop für die Jugendlichen positiv enden. Entsprechend der psychosexuellen Entwicklung der jeweiligen Klasse stehen wir für die Beantwortung von übrigen Fragen zur Verfügung. Dies ermöglicht auch Schüler*innen die bereits sexualisierte Gewalt erfahren haben, sich in einem geschützten Rahmen zu äußern.

Erfahrungsgemäß tun sich unweigerlich Fragen rund um Sexualität auf. Diese sind erwünscht und dürfen hier besprochen werden.

Als besonderes Highlight bekommen die Schüler*innen ein kleines Geschenk, welches sie an den Workshop und die Methode erinnert.

*Statisch sind in jeder Klasse min. 1-2 Schüler*innen schon einmal Opfer von sexualisierter Gewalt gewesen.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an die Schüler*innen der Klassen 5-12. 

Ablauf

4 Unterrichtseinheiten (á 45 min.) an einem Tag oder an 2 Tagen.
Bei zwei Tagen finden je 2 Doppelstunden statt mit jeweils 5 min. Pausen dazwischen.

Einzugsgebiet

In folgenden Kreisen/kreisfreien Städten ist ein Workshop ohne Aufpreis möglich:

Rahmenbedingungen

Der Workshop soll im Klassenkontext stattfinden. Es können keine Klassen zusammengelegt werden. Das hat den Grund, da wir den geschützten Rahmen der Klassengemeinschaft als positiven wahrnehmen, insbesondere wenn es um das Thema “Sexualität” geht.

Jede Klasse wird von einer*m Sexualpädagog*in begleitet. Auf Wunsch kann gegen Aufpreis auch zwei Sexualpädagog*innen (männlich & weiblich gelesen) die Klasse begleiten.

Eine Lehrkraft muss bei dem Workshop nicht zwingend anwesend sein, sollte sich aber in der Nähe aufhalten falls ein/eine Schüler*in nicht am Workshop teilnehmen kann oder möchte.

Lehrer*innen/Elterninfo

Auf Wunsch schreiben wir vorab für die Eltern einen Infobrief mit allen Informationen zum Ablauf des Workshops.

Eine Zusammenfassung des Workshops und gleichzeitige Schulung für die Lehrkräfte ist kostenpflichtig hinzu zu buchen und dauert 90 min.

Kosten

Die Kosten belaufen sich auf 440 € pro Klasse.
Die Kosten für die 90 min. Schulung der Lehrkräfte kostet 90,00 €.

Ab einer Anzahl von min. 4 Klassen können wir Ihnen günstigere Konditionen anbieten.

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SEXUELLE GESUNDHEIT FÜR JUNGEN* UND MÄNNER*

*Menschen mit Hoden und Penis

Ballcheck Tastmodell

Wie die Untersuchungen der BZGA seit den 80ger Jahren zeigen, ist der Aufklärungsstand vor allem bei Jungen immer noch lückenhaft. Eines der Gründe ist die teilweise fehlende Vaterrolle in den Familien. 

Zudem sind Angebote wie die  Gesundheitsvorge und der breite Markt an Hygieneprodukten bei Mädchen deutlich präsenter als bei Jungen.

Es scheint zudem so, als müssten Jungen ihren Körper weniger Pflegen als Mädchen. Dabei ist die Intimpflege keine Geschlechterfrage. Bei mangelnder Intimhygiene, zum Beispiel bei einer verengten Vorhaut, sammelt sich Smegma hinter der Eichel an. Dieser ist Nährboden für Bakterien und kann zu Infektionen und Entzündungen führen. Außerdem soll Smegma die Bildung von Tumoren am Penis begünstigen.

Doch nicht nur am Penis auch in den Hoden können sich Tumorzellen bilden. Pro Jahr werden in Deutschland rund 4000 Hodenkrebspatienten gezählt. Jungen werden leider noch viel zu wenig über das richtige abtasten ihrer Hoden geschult und dabei empfiehlt die Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. allen Jungen ab 14 Jahren den monatlichen Hodencheck. Doch kaum eine*r weiß das. 

Der Boys-Care Workshop richtet sich an alle Jungen ab 14 Jahren. Ob im schulischen Kontext als AG oder Workshop oder als Nachmittagsprogramm in der OGS. Jugendzentren oder auch Wohngruppen der Jugendhilfe, Fußball- oder andere Sportvereine, sind als Setting möglich.

Schwerpunkte meiner Arbeit sind nach einem angenehmen und offenen Einstieg die Intimpflege, Hodenkrebsvorsorge und das richtige Kondomhandling. Dabei erfahren die Jugendlichen spannende Side-Facts über Penis und Hoden und in einem geschützten Rahmen können sie alle offenen Fragen stellen. Dabei berücksichtige ich stets den psychosexuellen Entwicklungstand der Jungen und achte auf Traumasensible Sprache.

Für alle Väter/Männer die sich bei den o.g. Themen unsicher sind und eine Auffrischung benötigen, können diesen Workshop ebenfalls in abgewandelter Form an einem Stammtisch, im heimischen Wohnzimmer bei Bier oder Wein buchen.

Kontaktieren Sie mich einfach per Mail und ich mache Ihnen ein passendes Angebot.